Informationen zur Trance in Hypnose

Die Trance ist der Zustand, der zwischen Wachen und Schlafen angesiedelt ist. Er kann durch Hypnose (eben auch durch unsere Hypnose-CDs) gezielt eingeleitet werden. Mindestens zweimal täglich gehen wir durch ihn hindurch, nämlich einmal vor dem Einschlafen und ein weiteres Mal vor dem Aufwachen. Die meisten Menschen befinden sich auch tagsüber oft für einen gewissen Zeitraum in diesem Zustand, so z. B. bei einer Meditation, autogenem Training, oder aber wenn Sie z. B. „abwesend“ sind und ihren Gedanken „nachhängen“. Aber auch während langen Autofahrten tritt eine Trance sehr häufig auf. Die Hypnose nun leitet die Trance ein, öffnet somit das Tor zum Unterbewusstsein. Im Normalfalle werden Sie während einer Hypnose den größten Teil mit Ihrem Bewusstsein (linke Gehirnhälfte) mitverfolgen. Der andere Teil (rechte Gehirnhälfte) ist „ganz Ohr“, lässt Sie eintauchen in eine wunderbare Welt der Entspannung (aber auch der höchsten Konzentration), in der so Vieles möglich ist. So kann man auf der einen Seite (innere) Bilder sehen, Gefühle erleben und auf der anderen Seite dennoch zum Beispiel einen Lastwagen, der mit großem Getöse die Straße entlang fährt, wahrnehmen.

 

Ablauf einer Hypnose

Der Hypnotisand wird in Trance versetzt und der Hypnotiseur leitet das Unterbewusstsein an, verschiedene Abläufe künftig anders zu gestalten. Hierbei gibt es die unterschiedlichsten Möglichkeiten und Ansätze, wie denn nun Veränderungen angeleitet werden können, beispielsweise durch Suggestionen, Visualisierungsarbeiten oder einer aufdeckenden Hypnoseanalytik. 

 

Verschiedene Trancestadien
Es gibt verschiedene Trancestadien - und jede Menge Unterscheidungen. Leider sind diese nicht vereinheitlicht. Der Einfachheit halber unterscheiden wir hier drei verschiedene Trancestadien, nämlich:

  • Leichte Trance

  • Mittlere Trance

  • Tiefe Trance (Somnambulismus)

 

Bitte beachten Sie, daß das Unterbewusstsein viel größer ist als das Bewusstsein. Sie können sich das inetwa vorstellen wie einen Eisberg. Der, kleine, sichtbare Teil stellt das Bewusstsein dar. Der unter Wasser liegende, viel größere Teil das Unterbewusstsein. Wie bereits erwähnt ist im normalen Wachzustand das Bewusstsein über unser Unterbewusstein gelegt. Es filtert alle Eindrücke. Die Kritikfähigkeit befindet sich nur im Bewusstsein. Während einer Hypnose schränken wir die Tätigkeit des Bewusstsein ein und erhalten dadurch Zugang zum Unterbewusstsein. Der Hypnotisand befindet sich während der Hypnose in Trance.

Im folgenden Verlauf werde ich von Hypnose (die Einleitung der Trance) sprechen, genau genommen aber die Trance (den hypnoiden Zustand) meinen. Da die Trance sehr häufig auch ohne entsprechende Einleitung erfolgt (Tagtrance, Trance während eines normalen Gespräches, etc.), soll hier Hypnose als der Oberbegriff für bewusste Veränderung im Unterbewusstsein dienen.

 

Leichte Trance:

Das Bewusstsein ist leicht eingeschränkt. Die Person bekommt alles um sich herum mit und fühlt sich wohl (ähnlich wie kurz vor dem Einschlafen).

  • Zugriff zum Unterbewusstsein ist möglich

  • Puls und Blutdruck senken sich

  • Erinnerung ist vorhanden

  • Zeitliche Orientierung ist vorhanden

  • Annahme und Durchführung von Suggestionen die „gewollt“ sind, d. h. keine innere Abwehr hervorrufen

  • Für den Hypnotisanden ist es leicht möglich, sich selbst aus diesem Zustand zu lösen.

Obwohl dieser Trancezustand nur „sehr seicht“ ist, lassen sich schon (vielleicht auch deshalb) enorme Ergebnisse erarbeiten – siehe beispielsweise indirekte Suggestionen, Prozessinstruktionen oder auch bei der Analytik.

 

Mittlere Trance:

Hier ist das Bewusstsein schon stärker eingeschränkt (z. B. zur Hälfte). Erteilte Suggestionen werden gut angenommen, insofern sie auch gewollt sind und nicht gegen die Persönlichkeitsstruktur des Hypnotisanden gehen. Auch einfache posthypnotische Suggestionen (Befehle) sind möglich, werden aber noch vom Bewusstsein gefiltert.

  • Puls und Blutdruck sind gesenkt

  • Erinnerung ist vorhanden

  • Zeitliche Orientierung ist eingeschränkt

  • Gute Annahme und Durchführung von gewünschten Suggestionen (auch posthypnotischer Natur)

  • Kataleptische Starre ist möglich

  • Rückführungen sind möglich (Vorsicht: hierzu bedarf es langer Erfahrung und sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden)

  • Hypermesie (gesteigertes Gedächtnis)

  • Hypnotische Anästhesie möglich (z. B. Zahnarztbehandlung)

 

Tiefe Trance (Somnambulismus):

In der Tieftrance ist das Bewusstsein nahezu vollkommen eingeschränkt. Da das Unterbewusstsein nicht kritikfähig ist, sind hier akkustische und optische Halluzinationen möglich (dieses Phänomens bedient man sich gerne in der Showhypnose). Posthypnotische Befehle werden gut angenommen. Nach der Hypnose tritt oft Amnesie (Gedächtnisverlust) für den Zeitraum der Tieftrance ein.

  • Puls und Blutdruck sind gesenkt

  • Posthypnotische Suggestionen (Befehle) sind möglich

  • Oft Amnesie (Gedächtnisverlust) für die Zeit der Hypnose

  • Das eigene, willentliche Lösen aus diesem Zustand ist nur bedingt möglich, z. B. bei Suggestionen die strikt gegen den Willen und die Persönlichkeitsstruktur des Hypnotisanden gehen (Übung und Wissen über diese Thematik können Sie jedoch auch aus diesem Zustand erwachen lassen)

Das Besondere dieser Trance-Stufe ist, daß hier auch unlogische Anweisungen befolgt werden. Ist der Hypnotisand wieder wach und wird nach seinem vorherigen Tun befragt so hat er eine vollkommen natürliche Erklärung hierfür.
 

Ein Beispiel:

Sie willigen auf eine Demonstrationshypnose ein. Hier wird Ihnen suggeriert: „sobald Du Deine Augen geöffnet hast und scheinbar wieder vollkommen wach und im Hier und Jetzt bist, hüpfst Du beim Verlassen des Raumes auf einem Bein über die Türschwelle“.

Im Nachhinein (und nach Ausführung der Suggestion) befragt, wird der Hypnotisand mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine Antwort geben, welche ihm vollkommen plausibel erscheint. Zum Beispiel: „mein Socken war verrutscht“, oder „ ich hatte einen Stein im Schuh“.

 

Wachtrance, Wachhypnose

Die Wach-Hypnose wird von vielen Hypnose-Schulen nicht gelehrt - warum auch immer. Die Wach-Hypnose, kommt zum einen nach dem somnumbalen Zustand (tiefe Trance) und tritt zum anderen sehr häufig im alltäglichen Leben auf. Beachtenswert hierbei ist, daß der Hypnotiseur auch noch Rapport zum Hypnotisanden hat, wenn dieser schon völlig wach ist, bzw. wach erscheint. Da das Bewusstsein vollkommen vorhanden ist, gibt es im Grunde auch keine Anzeichen einer induzierten Hypnose. Der Hypnotisand ist im Hier und Jetzt, befolgt jedoch strikt die Anweisungen des Hypnotiseurs. Das heißt, alle Suggestionen, welche vom Hypnotiseur gegeben werden, erreichen ungefiltert das Unterbewusstsein des Hypnotisanden. Zumeist tritt dieses Phänomen während einer Show-Hypnose ein. Je öfter der Hypnotisand innerhalb eines relativ kurzen Zeitraumes in eine Trance hineingleitet, umso mehr tritt das Phänomen der Wach-Hypnose in Erscheinung. Im Alltäglichen Bereich nennt man dies wohl eher „Hörigkeit“. Letztlich ist es das Gleiche. Solange dies nicht von der jeweiligen Person (für diese scheint ja alles normal zu sein) oder einem Außenstehenden, der um solcher Art Phänomene weiß, erkannt und Gegengesteuert wird, erscheint dies dem Betroffenen vollkommen normal. D. h. er hat immer eine gute Erklärung für sein Tun.

 

Weiteres zur Trance

Das sanfte Eintauchen in die Trance, so wie es bei unseren Hypnose-CDs und Hypnose-Downloads der Fall ist, geschieht wellenförmig. Das Gefühl gleicht einer angenehmen Welle, welche „nach unten“ trägt (undulieren). Eben noch in einer leichten Trance, kann innerhalb von Sekunden eine mittlere oder sogar tiefe Trance erreicht (und natürlich umgekehrt) werden. Man gleitet tiefer - und wieder etwas hinaus, geht noch tiefer - und wieder etwas hinaus. Im Allgemeinen fühlt sich eine Trance sehr gut an. Bei unseren Hypnose-CDs nun werden Sie, wie bereits erwähnt, sanft in eine möglichst tiefe Trance geleitet. Wie tief Sie eintauchen, bzw. welche Trancestufe Sie erreichen entscheiden letztendlich Sie. Im Allgemeinen werden Sie, je öfter Sie mit unseren Hypnose-CDs, bzw.MP3-Downloads arbeiten, es sich selbst erlauben ganz tief in sich hinein zu versinken um so den größtmöglichen Nutzen daraus zu ziehen.